Æ, Ø, Å und der Däne ist froh!

Außer in Dänemark wird Dänisch noch auf den zu Dänemark gehörenden Inseln Grönland und Färöern gesprochen.

Das Dänische enthält viele niederdeutsche Lehnwörter, doch ist die Sprachgrenze zu den niederdeutschen Dialekten eine "harte", verläuft also nicht fließend.

Das Dänische weist zudem eine Vielzahl an Dialekten auf, die gegenseitig zum Teil nur schwer verständlich sind.

Wie in Norwegen die Bokmål und in Schweden die Riksspråket oder das Rikssvenska ist in Dänemark das so genannte "Radio Københavnsk" (wörtlich: "Radio Kopenhagisch") die Standardsprache. Es handelt sich dabei also um das durch Radio und Fernsehen in ganz Dänemark empfangbare und damit verbreitete Dänisch Kopenhagens.

Das Kopenhagener Dänisch kann dabei drastisch von anderen dänischen Dialekten abweichen, z.B. vom Jütländischen.

Je mehr jedoch die Medien den Alltag der Menschen durchdringen, desto geringer wird die Verbreitung und damit die Bedeutung der Dialekte. Das Kopenhagener Dänisch setzt sich insbesondere unter Jugendlichen mehr und mehr durch.

Wie auch im Schwedischen sind die Buchstaben Æ, Ø und Å eigenständige Buchstaben, so dass das Alphabet 29 statt 26 Buchstaben aufweist. Dabei entspricht das Æ dem deutschen Ä, das Ø dem Ö. Å wird im Dänischen bei kurzem Vokal als O ausgesprochen, bei langem Vokal jedoch als U. Im Schwedischen dagegen ist Å immer "O".

Für Schweden oder Schwedisch-Lerner ist Dänisch viel schwieriger zu verstehen als Norwegisch, obwohl das Norwegisch selbst als "norwegisiertes Dänisch" gilt. Es weist allerdings auch Elemente des Schwedischen auf.

Was den Norwegern und Schweden der musikalische Akzent, ist dem Dänen der so genannte Stød, der deutschen Zungen - zumal es keine einheitlichen Regeln für den Gebrauch des Stoßlautes gibt - so manche Schwierigkeit bereitet.

Auch das weiche D, das dem altisländischen "?", dem so genannten "Thorn", entspricht - ist charakteristisch für das Dänische, und problematisch für deutsche Zungen. Im Prinzip ist es vergleichbar mit dem englischen "th" wie in "the".

Hinzu kommt, dass vieles anders ausgesprochen wird, als es geschrieben wird. Der Deutsche wird es in Dänemark daher immer schwer haben als "Däne" durchzugehen. Wird man jedoch gefragt, ob man Schwede oder Norweger sei, hat man sich zumindest erfolgreich als Skandinavier "verkauft" - was in dem Fall durchaus als Kompliment aufzufassen ist, auch wenn die Skandinavier sonst gerne ihre Animositäten untereinander pflegen.

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