Das Informationsmodell von Shannon und Weaver

Die mathematische Informationstheorie von Claude Shannon und Warren Weaver (1949) beschreibt Kommunikation nicht als soziale Interaktion, sondern als lineares Modell einer rein physikalischen Informationsübertragung.

Auf der Kommunikatorseite differnzieren Shannon und Weaver zwischen der Informationsquelle und dem Sender sowie auf der Rezipientenseite zwischen Adressat und Empfänger. Das Modell von Shannon und Weaver ist an technisch vermittelter Kommunikation orientiert, wie sie z.B. in einem Telefonat stattfindet.

Ausschlaggebend dabei ist, dass die Information in ein Signal umgewandelt werden und jeweils auf Rezipienten-Seite dekodiert werden muss. Zuvor musste der Kommunikator die Information entsprechend enkodieren. Störungen wie technische Interferenzen werden als "Noise Source" berücksichtigt.

Das Informationsmodell von Shannon und Weaver gibt jedoch die menschliche Kommunikation nur unzureichend wieder, da sie auf den rein mechanischen Botschaftstransport reduziert wird und das Menschliche in Form von Gesten, Emotionen und Intentionen unberücksichtigt lässt.

Literatur:
Fischer Lexikon Publizistik/Massenkommunikation. Hrsg. Von Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz und Jürgen Wilke. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch, 1989.